Ja. Gemessen wurde eine Zahl: Rund 10 Prozent weniger Energie für dasselbe Ergebnis. Im Labor gemessen. Ein besserer Klang ist nicht bewiesen.
Die kurze Antwort
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Klingt es besser? | Nein. Zuhörer konnten Carbon nicht von Messing unterscheiden. |
| Braucht es weniger Energie? | Ja, rund 10 Prozent, für dasselbe Ergebnis. |
| Ist sie leichter? | Darum geht es nicht. Carbon, nicht weil es leichter ist. |
| Gilt das auch für die Posaune? | Nicht getestet. Die Studie ging um Trompeten. |
| Spürst Du es sofort? | Nicht unbedingt. Ein unabhängiger Tester merkte es erst nach ein paar Tagen. |
Was gemessen wurde
Gemessen haben Vereecke und Kausel: Energie. Rund 10 Prozent weniger Energie für dasselbe Ergebnis. Im Labor gemessen.
Die Studie: Vereecke, H. und Kausel, W., «Carbon Fiber Reinforced Polymer, an Alternative to Brass?», International Trumpet Guild Journal, Oktober 2012, Seiten 41 bis 43.
Und der Klang?
Niemand hört den Unterschied. Im Blindtest konnten Zuhörer Carbon nicht von Messing unterscheiden.
Was das für Dich heisst
Der Becher schwingt nicht mit. Ein Messingbecher schwingt mit. Der Carbonbecher von daCarbo hält still.
Am Ende des Abends hast Du noch Reserven.
Darum geht es: die Energie. Nicht der Klang, nicht das Gewicht.
Was die Studie nicht zeigt
Nicht das Gewicht. Carbon, nicht weil es leichter ist. Sondern weil der Becher nicht mitschwingt, in Sekunden warm ist und keine Dellen und keine Korrosion bekommt. Die Unica wiegt rund 1,03 Kilogramm. «Keine Dellen» gilt für den Carbonbecher. Die Metallteile können Dellen bekommen wie bei jeder Trompete. Suchst Du vor allem wenig Gewicht, ist das nicht der Grund für eine daCarbo.
Nicht die Posaune. Die Studie ging um Trompeten. Posaunen gibt es auch von uns, aber die 10 Prozent sind dort nicht belegt. Das sagt auch unser Artikel über die Posaune.
Nicht mehr zum Klang. Niemand hört den Unterschied.
Nicht der erste Tag. Spürt man es sofort? Der unabhängige Tester TrumpetScout spürte am ersten Tag nichts Besonderes. Nach ein paar Tagen sprachen bei ihm leise Einsätze und hohe Töne sicherer an.
Zusammengefasst: rund 10 Prozent weniger Energie. Sonst ist nichts bewiesen.
Drei Sätze von Spielern
«Es liegt an mir, nicht am Horn.» Richtig. Kein Horn macht Dich besser. Es ändert, was ein Ton kostet. Rund 10 Prozent weniger Energie für dasselbe Ergebnis. Im Labor gemessen.
«Klingt das tot, wie Plastik?» Niemand hört den Unterschied. Im Blindtest konnten Zuhörer Carbon nicht von Messing unterscheiden. Was Du spürst, ist in der Hand, nicht im Raum: Der Becher gibt weniger Rückmeldung, weil er nicht mitschwingt. Manche Spieler brauchen dafür ein paar Tage.
«Händlervideos klingen anders, darum bin ich skeptisch.» Berechtigter Einwand. Ein Video mit Hall beweist nichts. Der ehrliche Test: dieselbe Stelle, derselbe Spieler, derselbe Raum, trocken, erst Messing, dann Carbon. Hörst Du keinen Unterschied, ist genau das die Antwort. Kein Trick.
Wie es weitergeht
Du musst Dich heute nicht entscheiden.
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Wenn Du lieber gleich reden willst: 30 Minuten per Video. Andi hört zuerst zu, wie Du spielst. Dann wird Dein Instrument gefunden. Oder er sagt offen Nein. Das Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
Quellen
- Vereecke, H. und Kausel, W.: «Carbon Fiber Reinforced Polymer, an Alternative to Brass?», International Trumpet Guild Journal, Oktober 2012, Seiten 41 bis 43
- Institut für musikalische Akustik (Wiener Klangstil), Publikationsliste von Wilfried Kausel
- TrumpetScout, unabhängiger Test der daCarbo Toni Maier und Unica (2017)
- daCarbo, Instrumentenseite (Gewicht der Unica, Trompetenmodelle)
- daCarbo, Startseite (der Abschnitt zur Messung, der Blindtest, die FAQ)
- daCarbo, Carbon-Posaunen (die Grenze dieser Studie für Posaunen)
