Die kurze Antwort
Ausdauer kommt vor allem vom Üben, von Pausen und von ökonomischem Spielen. Das Instrument spielt eine kleinere Rolle. Jeder Ton, den Du spielst, ist eine Schwingung im Instrument, und ein Schallbecher aus Messing schwingt mit. Diesen Teil hörst Du nicht: Es ist Energie, die Du hineinsteckst und die nie zu Klang wird. Ein Carbonbecher schwingt kaum. Im Labor brauchte er rund 10 Prozent weniger Energie für dasselbe Ergebnis. Was das für Deinen Ansatz an einem langen Abend bedeutet, hat noch keine Studie gemessen.
Du kennst den Moment
Der Anfang läuft gut. Dann, irgendwann im zweiten Teil, wird der Ansatz müde. Die Höhe wird dünn, leise Einsätze kommen nicht mehr, wenn Du sie brauchst.
Das kennt der Bläser in der Partyband um Mitternacht, der Musiker im Gottesdienst, der länger dauert, und der Posaunist im Stück ohne Pausen. Und es passiert Leuten, die jeden Tag üben.
Woher Ausdauer wirklich kommt
Jeder gute Lehrer sagt dasselbe, und er hat recht. Ausdauer ist kein Vorrat an Kraft, den Du verbrauchst. Ausdauer heisst: Jeder Ton kostet Dich so wenig wie möglich. Im Trompetenforum schrieb eine Lehrerin, Ausdauer sei "in erster Linie ein Produkt aus Ökonomie, richtiger Technik und einer möglichst guten Balance".
Was Bläser empfehlen, die jedes Wochenende spielen:
- Teil Dir den Abend ein. Jeder Ton zwischen den Stücken kostet so viel wie die, für die Du spielst. Pausiere, wenn die Stimme pausiert.
- Spiel etwas leiser. Viele nehmen 5 bis 10 Prozent zurück, und im Saal merkt es niemand. Dein Ansatz schon.
- Ruh Dich vor einem grossen Tag aus. Ein Tag Pause vor drei Tagen Fest zahlt sich aus.
- Hör beim Üben auf, solange sich der Ansatz noch gut anfühlt. Das bringt mehr als Durchbeissen.
- Vorsicht mit der schnellen Lösung. Ein flaches Lead-Mundstück macht die Höhe einfacher erreichbar, aber viele bezahlen mit einem dünneren Klang.
Mit dem Instrument hat das alles nichts zu tun. Es kommt zuerst.
Was das Instrument damit zu tun hat
Jetzt der Teil, den die meisten Bläser nie gehört haben.
Spiel beim nächsten Üben einen langen Ton und leg zwei Finger auf den Schallbecher. Spürst Du das Summen? Das Summen ist Dein Schallbecher, der mit dem Ton mitschwingt. Diesen Teil hörst Du nicht: Es ist Energie, die Du hineinsteckst und die nie zu Klang wird.
Akustiker messen das seit Jahren. Der Physiker Thomas Moore schrieb 2016, der alte Glaube der Bläser, dass Schwingungen zählen, sei für die Vibrationen des Schallbechers nachgewiesen. Bläser versuchen seit langem, das Metall zu beruhigen: mit schwereren Bechern, schweren Ventildeckeln und schweren Mundstücken.
daCarbo macht es mit dem Material. Gründer Andi Keller ist Materialwissenschaftler und hat früher laute Maschinen leise gemacht, indem er ihre Teile am Schwingen hinderte. Mit Carbon kann er Steifigkeit und Masse des Bechers Stelle für Stelle festlegen, so dass er kaum schwingt, wo ein Messingbecher schwingen würde.
Rund 10 Prozent weniger Energie für dasselbe Ergebnis. Im Labor gemessen. Getestet wurde dieselbe Trompete, einmal mit Schallbecher aus Messing und einmal mit Schallbecher aus Carbon. Was das für Dein Spiel bedeutet, kann Dir kein Labor sagen. TrumpetScout, ein unabhängiger Tester, merkte am ersten Tag nichts Besonderes. Nach ein paar Tagen sprachen leise Einsätze und hohe Töne bei ihm sicherer an.
Und der Klang? Im Blindtest konnten Zuhörer Carbon nicht von Messing unterscheiden.
Eines merkst Du vielleicht selbst: Weil der Becher kaum schwingt, spürst Du weniger Vibration in den Händen. Manche Spieler brauchen ein paar Tage, um sich daran zu gewöhnen.
Drei Bläser, derselbe Becher
Der Becher ist für alle gleich. Was sonst zählt, hängt davon ab, wo Du spielst.
- Wenn Du Mucken spielst, in der Partyband oder auf Hochzeiten: dieselben Noten, dasselbe Setup, und bei jedem Ton geht weniger in den Becher. Auf einer vollen Bühne bekommt der Carbonbecher keine Delle, wenn jemand Dein Instrument anstösst.
- Wenn Du in der Kirche, im Musikverein oder im Posaunenchor spielst, hilft Dir, dass der Becher in Sekunden warm ist, auch in der kalten Kirche.
- Wenn Du Posaune spielst, kommt noch etwas dazu. Der Aussenzug aus Carbon ist leichter als ein Zug aus Messing. Er läuft geschmeidiger, und schnelle Zugwechsel brauchen weniger Aufwand. Die Balance bleibt in jeder Zugposition gleich. Deine linke Hand kann viel lockerer bleiben als bei einer normalen Posaune.
Was ein Instrument nicht kann
Es übt nicht für Dich, und es macht aus einem müden Ansatz keinen frischen. Wenn Dein Problem die Technik ist, hilft Dir ein Lehrer mehr als jedes Instrument. Eine daCarbo ändert eine Sache: wie viel von jedem Ton in den Becher geht statt in die Musik.
Wenn Du es ausprobieren willst
Der Zwei-Finger-Test kostet nichts: Mach ihn in der nächsten Probe. Wenn Du mehr wissen willst: Es gibt vier daCarbo-Trompeten (ab €2'990), ein Flügelhorn und drei Posaunen. Im Preis sind Steuer, Zoll und Versand enthalten. Du hast 30 Tage Rückgaberecht, ab dem Tag, an dem das Instrument bei Dir ankommt.
Alle Instrumente und Preise: dacarbo.ch/de
Quellen
- Vereecke, H. und Kausel, W.: «Carbon Fiber Reinforced Polymer, an Alternative to Brass?», International Trumpet Guild Journal, Oktober 2012, Seiten 41 bis 43
- Moore, T. R.: «The Acoustics of Brass Musical Instruments», Acoustics Today 12(4), 2016
- TrumpetScout, unabhängiger Test der daCarbo Toni Maier und Unica (2017)
- daCarbo, Carbon-Posaunen
